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"Geschuldet ist
alles dem Wald und dem Wasser", sagt Manfred Bach. Also widmete
er eine Abteilung den Mühlen der Region. Von der Quelle der
"Apfelstädt", so der Name des Flüsschens, bis
zur Mündung in die Gera vergehen ganze vierzig Kilometer..
Beinahe auf jedem Kilometer arbeitete früher eine wassergetriebene
Mühle.
Von den cirka insgesamt
30 Mühlen fand man allein elf in Tambach-Dietharz. Dabei handelte
es sich einmal um die "Lohmühle" selbst sowie Eisenhämmer,
Sägewerke, Papiermühlen, Öl- und Graupenmühlen.
Mit der Einführung der Dampfmaschinen, der Elektro- sowie Dieselmotoren
begann eine schwere Zeit und führte zur Aufgabe vieler Mühlen.
Hier in der "Lohmühle"
stehen diese Zeugen ehemaliger Industrie- und Handwerksgeschichte
in einer Reihe und zeugen vom Erfindungsreichtum und dem handwerklichen
Geschick unserer Vorväter. Die Lohmühlen erzeugten aus
Baumrinde die sogenannte "Lohe", die zum Gerben von Tierhäuten
verwendet wurde.
Der Erhalt von Mühlen
in der Gegenwart
In den 70er Jahren wurden zunächst
in Holland, dann aber auch in verschiedenen deutschen Regionen historische
alte Mühlen restauriert. In den 80er Jahren wurden Mühlenvereine
gegründet, in denen sich Mühlenfreunde organisierten,
um eine Lobby in der Öffentlichkeit zu bilden. In dieser Form
entstanden 1990 auch in den neuen Bundesländern Vereine, die
vorher als Arbeitskreise aktiv waren.
Ihr Ziel ist es, die Mühlen als Zeugnisse einer vergangenen
Kultur und Technik zu erhalten. Damit bleibt gleichzeitig die Erinnerung
an einen anderen Umgang mit der Natur lebendig, der in der Gegenwart
immer mehr verlorengeht.
Die "Lohmühle" ist
Mitglied in der
Deutschen
Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung
(DGM) e.V.
und ist bestrebt, ihren Teil zur Pflege
und Erhaltung von Wind- und Wassermühlen beizutragen. Die alljährlich
stattfindenden Mühlentage finden eine immer breitere Resonanz
in der Öffentlichkeit.
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